Die immergrüne Hauswurz macht horstige, schuppenartige Blattrosetten von 0.5-20cm Grösse und sind in den europäischen Alpen in der alpinen und subalpinen Stufe zu finden. Ihre dickfleischigen Blättern sind sukulent, das heisst, dass sie Wasser speichern können und somit wahre Trockenkünstler sind. Aus den hellgrünen, graugrünen bis grauen oder auch rötlichen Rosetten entstehen im Mai bis August starke Blütentriebe, die bis etwa 20cm hoch werden können. Endständig warten ein ganzes Büschel von weiss bis rosa farbenen, wunderschönen Sternblüten auf ihre Bestäuber, wie etwa Bienen und Schmetterlinge.
Schon früh im Mittelalter galt der Hauswurz als Heil-, Zauber- und Zierpflanze. So rankte sich so manche Geschichte und Aberglaube um dieses Dickblattgewächs. So glaubte man, aufs Dach gepflanzt, dass er Blitz und Donner vom Hause abhalten könne und im Kamin aufgehängt, dass er vor bösen Hexen schütze, die ins Kamin einfahren wolle.
Da ist die Heilwirkung der Blätter in der Pflanzenheilkunde doch effizienter, wird der Saft doch noch heute zur Wundheilung bei Verbrennungen, Quetschungen, Warzen und Sommersprossen verwendet.
Auch in der Küche können die zarten Blätter einen Salat, mit einem würzig, säuerlich Aroma ergänzen.