Die Minze hat ihren Ursprung in den gemässigten Gebieten der Nordhalbkugel, wo es viele verschiedene Wildarten gibt. In der Antike war sie bereits den Römern und Griechen bekannt, wo man Tische mit Minzenkraut einrieb und reinigte, bevor man Gäste zum Mahl bittete. Nur wohlhabende Römer konnten sich einen Garten leisten, wo immer auch Minze wuchs. Römer, Griechen und Germanen nutzen dieses Kraut bereits als Badezusatz und Tee. Es waren vor allem aber die Griechen und später auch die Mönche, die ihre Minzen in den Klostergärten pflegten und die Heilwirkung genauer erforschten. In der Kolonialzeit, als man riesige Mengen Schwarztee importierte und dabei die Zölle , ins unermessliche stiegen, hatte der Minzentee seine Hochblüte, vor allem in England und galt als passable, preiswerte Alternative zum Schwarztee. Bis Heute schätzt man das erfrischende, belebende Minzenkraut und seine positiven Eigenschaften auf Magen, Galle, Blähungen und Uebelkeit. Bei äusserlicher Anwendung kennt man die lindernde, heilende und antiseptische Wirkung.
Die gut winterharte, stark vermehrende, krautige Minze wird je nach Art von 5-80cm hoch, wo im Sommerverlauf, ährige Blüten in lila-weiss erscheinen, was wahre Insektenweiden sind. Gut gepflegte Minzen, werden doch stattlich Stauden und ergeben auch viel grün-rötliches Blattmaterial für Frisch- oder Trockenkonsum.
Die Minze piperita oder auch Pfefferminze genannt, ist vom Geschmack her, eine intensive, würzig - pfeffrige Minze mit hohem Menthol Gehalt, was im Tee besonders geschätzt wird. Mit Minze lässt sich so herrlich in der Küche experimentieren...schon probiert? Am Vortag mit Minzenmarinade eingelegtes Lammvoressen, Lammgigot oder wer lieber mag, eine einfache Pouletbrust wird zu einem würzigen, neuem und überraschendem Geschmackserlebnis...